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...auf  der Website des Stadtschulrats. Wiens Schulen sind voller Vielfalt, sie gehen innovative Wege und denken Pädagogik neu. Dieses Engagement möchten wir hier vor den Vorhang holen und Ihnen einen anregenden Einblick und einen informativen Überblick ermöglichen.

Neue Mittelschule Dirmhirngasse: „Wald“ als eigenes Schulfach

Soziales Lernen, Biologie, Sport oder auch kreative Gegenstände mitten im Wald: In der Neuen Mittelschule Dirmhirngasse in Wien-Liesing sind regelmäßige Waldbesuche ein Teil des Unterrichts.

Kinder beim Entdecken im Wald

Soziales Lernen, Biologie, Sport oder auch kreative Gegenstände mitten im Wald: In der Neuen Mittelschule Dirmhirngasse in Wien-Liesing sind regelmäßige Waldbesuche ein Teil des Unterrichts. „Begonnen hat das Waldpädagogik-Projekt mit der Überlegung, dass sich die Auseinandersetzung mit der Natur und die gemeinsamen Erlebnisse und Abenteuer in der Natur positiv auf die Lernerfolge und die soziale Kompetenz der SchülerInnen auswirken“, erzählt Direktorin Sylvia Vogt. „Im Schuljahr 2013/14 konnten wir einen Waldbesitzer im nahen Kalksburg von der Sinnhaftigkeit des Waldprojektes überzeugen. Er stellt uns seitdem einen nahe gelegenen Waldplatz entlang des Gütenbachtals als unser „Zuhause“ im Wald zur Verfügung, den wir mit unseren SchülerInnen nutzen dürfen.“

Die regelmäßigen Waldausgänge auf der 5. und 6. Schulstufe werden vom jeweiligen Klassenvorstand und  erfahrenen WaldpädagogInnen begleitet – viele Unterrichtsgegenstände werden mit einer Wochenstunde disloziert in der Natur „spielerisch“ unterrichtet: So spannt sich der Bogen von Wanderungen mit Arbeitsblättern und selbst gezeichneten Karten, über die Erforschung und Vermessung von Bäumen und Böden, dem Entdecken von Tieren und Futterstellen, Motorik-Übungen, dem Bau von Behausungen, dem Thema „Müll im Wald“ bis hin zu Strömungsexperimente am fließenden Gewässer. Selbstverständlich spielen auch die unterschiedlichen Jahreszeiten und die „Früchte des Waldes“ eine wichtige Rolle. Zusätzlich finden auch größere Wanderungen in der Umgebung sowie Besuche von themenspezifischen Veranstaltungsorten (Tierparks, landwirtschaftliche Betriebe, Waldschule, Nationalparks usw.) statt.

„Es hat sich gezeigt, dass sich die Waldbesuche positiv auf die Schulgemeinschaft allgemein auswirken. Der Selbstfindungsprozess eines jeden Kindes in der Natur geschieht viel leichter als in der Klasse und die Eingliederung in die Klassengemeinschaft gelingt besser. Zwischen den LehrerInnen und SchülerInnen entsteht eine persönlichere Beziehung“, berichtet die Direktorin aus drei Jahren Erfahrung mit der Waldpädagogik als Teil des Unterrichts. „Und diese Beziehungsebene hat einen erheblichen Einfluss auf das Lernverhalten und die Lernbereitschaft der einzelnen SchülerInnen!“

„Positive gemeinsame Erlebnisse in der Natur mit Lernen zu verbinden, ist eine großartige Idee, um Kinder für Lerninhalte zu begeistern“, freut sich Wiens Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky. „Die Initiative dieser Schule zeigt beispielhaft, wie innovativ und kreativ in den Wiener Schulen gearbeitet wird!“