... in Wien neben Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch in weiteren 12 Sprachen muttersprachlicher Zusatzunterricht geboten wird?
Standen früher die nationalen Curricula – auf einem nationalen gesellschaftlichen Konsens fußend – weitgehend isoliert da – brachte das beginnende 21. Jahrhundert einen intensiven internationalen Diskurs über Grundkompetenzen, Schlüsselqualifikationen, dynamische Fähigkeiten und sozial-emotionale Kompetenzen. Somit erfolgt derzeit nicht nur eine Globalisierung auf dem Gebiet der Wirtschaft, sondern auch im Hinblick auf allgemein notwendige Tugenden des Alltags- und Berufslebens. Bis dato sprach man von drei unverzichtbaren Kulturtechniken: Lesen bzw. Lesekompetenz, Schreiben bzw. Schreibkompetenz und Rechenfertigkeit. Zu diesen drei traditionellen Kulturtechniken „gesellen“ sich zwei weitere dazu: Fremdsprachenkompetenz (insbesonders in der lingua franca Englisch) und der Umgang mit neuen Kommunikations- und Informationstechnologien. Diesen gesellschaftlichen Entwicklungen will das Projekt „Global Education Primary School“ Rechnung tragen.
Ziel des Projektes ist es, den Schülern die erwähnten Kulturtechniken von der Elementarklasse an zu vermitteln und sie zu Toleranz, Offenheit, „global awareness“ und Verantwortungsbewusstsein zu erziehen.
Durchführung:
Folgende Elemente sind für das Projekt „Global Education Primary School“ konstitutiv: Flexibler Schuleingang (Jahrgangsklassen bzw. altersheterogener Verband), Formen alternativer Leistungsbeurteilung, Englisch als Arbeitssprache im Ausmaß von zumindest 5 Wochenstunden (täglich 1 Stunde). Das Fremdsprachenangebot in Englisch wird durch unverbindliche Übungen ergänzt (Ausmaß 2 Wochenstunden). Überdies werden weitere lebende Fremdsprache unter
Einsatz von „native speaker teachers“, die mit dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin eng zusammenarbeiten, angeboten. Der verstärkte Einsatz von Computern als ein wesentliches Arbeitsmittel („tool“) in der Klasse ergänzt dieses Angebotsspektrum.
Methodisch-didaktische Aspekte:
Unter „Global Education“ versteht man einen Ansatz, der den neuen Kulturtechniken Fremdsprachenkenntnisse und „skills“ im Umgang mit neuen Technologien Rechnung trägt und diese umfassend fördert. Sprachkompetenz und neue Technologien stehen auch in einer engen inhaltlichen Verbindung (Englisch ist DIE Websprache). Inhaltlich gesehen fokusiert „Global Education“ auf die Elemente Kultur und Sport, Geschichte, Geografie, Kulturmanifestationen und Sitten anderer Länder und Regionen, Verständnis für die Umwelt und Teilnahme an internationalen (EU-)Projekten, die den Gedanken- und Meinungsaustausch mit SchülerInnen anderer Länder gewährleisten.
Standorte:
VS 2, Wehlistraße 178
VS 3, Reisnerstraße 43
VS 4, Sankt-Elisabeth-Platz 8
VS 4, Schäffergasse 3
VS 8, Zeltgasse 7
VS 9, Marktgasse 31
VS 11, Braunhubergasse 3
VS 12, Deckergasse 1
VS 12, Karl-Löwe-Gasse 20
VS 13, Auhofstraße 49
VS 14, Linzer Straße 419
VS 17, Wichtelgasse 67/II
VS 21, Brünnerstraße 139
VS 22, Schüttaustraße 42
VS 23, Anton-Baumgartner-Straße 44