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... in Wien neben Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch in weiteren 12 Sprachen muttersprachlicher Zusatzunterricht geboten wird?

 
 

Bilingualitaet > Französisch > „Parcours français“

 

„Parcours français“

Auf die zunehmende Internationalisierung des Schulwesens reagierte der Stadtschulrat für Wien in den letzten Jahren mit gezielten Maßnahmen, die vor allem die Mehrsprachenpolitik in den Vordergrund stellt. So entstanden eine Reihe zukunftsweisender Fremdsprachenkonzepte und grenzüberschreitender Kooperationen, die geprägt sind von dem Leitgedanken, dass (frühe) Sprachenvielfalt einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Identifikation und Integration leistet, aber auch die demokratische und ökonomische Chancengleichheit erhöht.

MODELLE FRÜHER FREMDSPRACHENDIFFERENZIERUNG (FRANZÖSISCH)

Um den gesteigerten Bildungserwartungen im Fremdsprachenbereich zu entsprechen, wurde das Konzept „Parcours français“ entwickelt. Verschiedene Modelle ermöglichen eine Fremdsprachendifferenzierung bereits in der Grundschule, wobei Englisch als lingua franca integrativer Bestandteil des Unterrichts bleibt und somit die freie Schulwahl für die Sekundarstufe garantiert.

MODELL 1: « Papillon » (Französisch ab der Grundstufe I)

Das „Papillon“-Modell besteht aus zwei Elementen: Französisch integrativ und Englisch additiv. Von der 1. bis zur 4. Klasse erfolgt der Fremdsprachenunterricht (Französisch) im Rahmen des Gesamtunterrichts durch den/die qualifizierte/n KlassenlehrerIn. Daraus ergeben sich tägliche französischsprachige Kurzsequenzen (10-15 Minuten) in Sachunterricht, Mathematik, Musikerziehung, Leibesübungen, Bildnerische Erziehung. Ab der 3. Klasse werden zusätzlich 2 Stunden Englisch pro Woche verpflichtend angeboten.
Bei Eröffnung einer „Papillon“-Klasse wird darauf geachtet, dass die Kontinuität beim Übertritt in die Mittelstufe gegeben ist und sich eine weiterführende Schule mit Französisch ab der 1. bzw. 3. Klasse in erreichbarer Nachbarschaft befindet.

Standorte: jährlich wechselnd.


MODELL 2: « Französisch plus » (Französisch auf der Grundstufe II)

Bei „Französisch plus“ erfolgt der Fremdsprachenunterricht (Englisch) von der 1. bis zur 4. Klasse im Rahmen des Gesamtunterrichts integrativ. Ab der 3. Klasse wird/werden zusätzlich 1-2 Stunden Französisch pro Woche angeboten.
Standorte: jährlich wechselnd.


MODELL 3: « Tour Eiffel » (« Papillon » + « Ateliers français »)

Das Projekt „Tour Eiffel“ fokussiert auf Aspekte französischer Landeskunde und Kultur. Den SchülerInnen werden in projektartiger Form verstärkte Anreize geboten, sich mit der französischen Sprache in einem kommunikativ erlebten Kontext auseinanderzusetzen und so kulturelle Ähnlichkeiten und Besonderheiten bewusster aufzunehmen. Kerngruppe bildet eine „Papillon“-Klasse, in der der Französischunterricht teils in täglichen fächerintegrierenden Kurzsequenzen durch die/den qualifizierte/n KlassenlehrerIn erfolgt und teils stundenweise in Zusammenarbeit mit einem Native speaker teacher (locuteu natif). Ergänzend dazu können interessierte SchülerInnen schulstufenübergreifend „Ateliers français“ („Schnupperkurse“) besuchen. Die/der muttersprachliche AssistenzlehrerIn garantiert die sprachlich-kulturelle Authentizität im zeitlichen Ausmaß von 3 Stunden pro Woche.

Standorte: VS 1, Stubenbastei 3, 1010 Wien
VS 6, Corneliusgasse 6, 1060 Wien

MODELL 4: FIP (Français intégré à l’école primaire)

Mit dem Projekt FIP wird das Ziel verfolgt, Französisch als Arbeitssprache im Unterricht zu verankern (CLIL). Der Erwerb der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Mathematik erfolgt auf Deutsch, in allen anderen Lernbereichen – Sachunterricht, Musikerziehung, Leibesübungen, Bildnerische Erziehung, Werkerziehung – wird der Unterricht in deutscher und französischer Sprache in Form von Teamteaching erteilt. Das zeitliche Ausmaß beträgt 5 Stunden pro Woche (1 Stunde pro Tag) beginnend mit der ersten Schulstufe. Die sprachliche Umsetzung erfolgt durch eine/einen muttersprachliche/n AssistenzlehrerIn (locuteur natif) in Zusammenarbeit mit der/dem KlassenlehrerIn, die/der eine Französisch-Zusatzqualifikation besitzt. Ab der 3. Klasse werden 2 Stunden Englisch pro Woche ergänzend angeboten.

Das FIP-Projekt ist Teil eines Gesamtkonzeptes, das mit der Volksschule beginnt (FIP –Français intégré à l’école primaire) und auf der Sekundarstufe bis zur Matura weitergeführt wird (FIPS – Français intégré aux projets dans le secondaire).

FIP-Unterrichtmaterialien sind unter www.edq.eu.com kostenlos downloadbar

Standort FIP: VS 1, Stubenbastei 3, 1010 Wien.
Standort FIPS: Akademisches Gymnasium, Beethovenplatz 1, 1010 Wien.

 

 

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