... dass die Schulinfo des Stadtschulrates für Wien rund 27.500 Anfragen jährlich erhält und erfolgreich bearbeitet
"Wien ist durch seine langjährige Erfahrung sofort bereit, die gemeinsame Schule flächendeckend umzusetzen. Die Wiener Mittelschule - in der Kurzform auch als 'AHS-plus' bezeichnet - bietet ein fix fertiges Programm an", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl heute, Donnerstag, zur aktuellen Diskussion rund um die gemeinsame Schule fest.
Es bedürfe vier Zutaten für das Erfolgsrezept Wiener Mittelschule:
•Lerncoaching
•Kurssysteme
•intensive Betreuung an den Nahtstellen
•engagierte LehrerInnen
Zur Erklärung:
Lerncoaching begleitet unter Anleitung von speziell geschulten LerntrainerInnen die SchülerInnen in eigens dafür vorgesehenen Stunden.
Kurssysteme ermöglichen die optimale individuelle Differenzierung in Kern- und Leistungskursen. Brandsteidl: "Keine AHS muss daher befürchten, dass die Wiener Mittelschule eine Nivellierung zur Mittelmäßigkeit bedeutet. Leistungskurse und Wahlkurse sind einmalige Chancen für leistungsstarke SchülerInnen. Sie sind neue Herausforderungen in einer Art und Weise, die sonst keine AHS in der jetzigen Form ermöglichen kann."
Betreuung an den Nahtstellen wird durch professionelle Begleitung zwischen der Volksschule und der Mittelschule durch sogenannte NahtstellenpädagogInnen geleistet.
Weiters würden rund um den Lehrplan der AHS die Stütz- und Fördersysteme der Hauptschule wie Teamteaching, Sozialarbeit und Intensivberatung ergänzend etabliert.
Der Wermutstropfen: Derzeit darf auf Grund der Deckelung der Zahl der Schulversuche in den einschlägigen Bundesgesetzen die Wiener Mittelschule nur an 10 Prozent der Wiener Schulen angeboten werden. Der Bedarf wäre in Wien um ein Wesentliches größer. "Nur in einer flächendeckenden Umsetzung ohne Ausnahmen kann eine echte gemeinsame Schule organisiert werden. Alles andere wäre Flickwerk", stellt Brandsteidl unmissverständlich klar. Die entsprechenden Rahmenbedingungen dazu sind jedenfalls ein ununterscheidbarer gemeinsamer Lehrplan mit gleichen Berechtigungen und eine gemeinsame LehrerInnenausbildung.
"Wer das Engagement und den Reformeifer von SchülerInnen wie auch LehrerInnen in der Wiener Mittelschule erlebt hat, wird nie wieder zur Selektionsschule des 19. Jahrhunderts zurückkehren wollen", stellte Brandsteidl abschließend fest.