... dass die Schulinfo des Stadtschulrates für Wien rund 27.500 Anfragen jährlich erhält und erfolgreich bearbeitet
Gemeinsame Schule ist Elternwunsch: "Wiener Mittelschule" boomt
AHS-Anmeldewoche für das Schuljahr 2010/11 abgeschlossen
Brandsteidl zu "Science Space": Begabungsförderung für SchülerInnen
15. bis 19.2.: Alle Infos zur Aufnahmewoche für AHS, WMS und HS/KMS in Wien
„Wiener Science Lectures“ gestartet
>Interpädagogica 2009< in Wien:
Tag der Wiener Schulen am 1. Oktober 2009!
Erfolgreiche Förderung in Wiener Kindergärten
Ab Herbst startet Förderung an Wiener Schulen
„Die Förderung in den Wiener Kindergärten im Rahmen des 1+1-Fördermodells greift. Die nun vorliegenden Zahlen zur Erhebung der Schulreife zeigen ganz deutlich, dass viele Kinder durch die Förderung im Kindergarten so schnell ‚fit für die Schule’ gemacht wurden, dass sie nun ganz normal ihre Schullaufbahn starten können. Wer noch nicht die Schulreife erlangt hat, wird nun ab Herbst in Wiens Volksschulen eine weitere intensive vorschulische Förderung erfahren“, betonten heute Wiens Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch sowie die Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl im Rahmen des Mediengesprächs von Bürgermeister Dr. Michael Häupl.
1.791 Kinder erfolgreich im Kindergarten gefördert
Das bereits vor einem Jahr gestartete „1+1 Fördermodell“ sieht vor dem eigentlichen Schulstart einen mehrstufigen Ablauf vor: So wurde die SchülerInneneinschreibung vorgezogen und findet nun bereits im Frühjahr für das übernächste Schuljahr statt. All diese Kinder werden dann im Kindergarten gescreent: Im Mittelpunkt stehen dabei Sprache, soziale Kompetenz und Grobmotorik. Jene Kinder, die es brauchen, erhalten dann das Angebot einer intensiven Förderung im Kindergarten. Ein Jahr danach erfolgt die Feststellung der Schulreife. Ist sie nicht gegeben, erhalten die Kinder ein Jahr eine weitere Förderung in einer eigenen Vorschulklasse in der Schule.
Die Ergebnisse dieses Modells sind bereits nach einem Jahr sehr positiv:
Bei der vorgezogenen Schuleinschreibung im Frühjahr 2008 hatten von 14.676 Kindern laut Screening 3.939 zusätzlichen Förderbedarf und wurden im Kindergarten intensiv unterstützt. Im April 2009 erfolgte nun die Feststellung der Schulreife mit dem Ergebnis, dass im kommenden Schuljahr 2.148 Kinder eine weitere vorschulische Förderung in der Schule erhalten werden. Somit wurden 1.791 Kinder erfolgreich im Kindergarten gefördert!
Ergebnisse der Förderung im Kindergarten:
Zahl der Kinder bei der Schuleinschreibung: 14.676
davon Kinder mit Förderbedarf: 3.939
davon in Kindergärten gefördert: 3.824
davon in Kursen (Kindergärten) gefördert: 115
Vorschulische Förderung im Schuljar 09/10: 2.148
davon in Vorschulklassen: 1.457
davon in Mehrstufenklassen: 67
davon integriert in 1. Klassen: 624
Zahl der Vorschulklassen wienweit: 112
Erfolg der Förderung in Kindergärten = Differenz 1.791
„Diese deutliche Verringerung der Zahl der Kinder, die nun in der Volksschule weiter vorschulisch betreut werden müssen, ist ein Beleg dafür, dass in den Kindergärten erfolgreich gearbeitet und optimal gefördert wurde“, betont Stadtrat Oxonitsch. „Die Zahlen belegen auch die gute und engagierte Arbeit der KindergartenpädagogInnen in den städtischen und privaten Kindergärten – ihnen möchte ich für die erfolgreiche Arbeit meinen besonderen Dank aussprechen!“
„Schwerpunkte der einjährigen Frühförderung in den Kindergärten sind vor allem die Bereiche Kognition, Motorik, Sozialverhalten und auch Ethik. Eine Verknüpfung all dieser Bildungsbereiche hat dazu beigetragen, die Sprachkompetenz der Kinder deutlich zu verbessern“, betont Oxonitsch: „Die individuelle Förderung von Kindern im Kindergarten orientiert sich am gesamten Kind. Durch diesen ganzheitlichen Zugang gelingt es, auf kindgerechte spielerische Weise ganz wesentliche Fähigkeiten wie etwa die Kommunikationsfähigkeit deutlich zu erhöhen!“
Vorschulische Förderung in der Volksschule
Auf Basis der im April 2009 erfolgten Feststellung der umfassenden Schulreife startet nun der zweite Teil des „1+1-Fördermodells“: Ab 7. September 2009 werden 2.148 Kinder in der Volksschule intensiv vorschulisch betreut. „Wir sind überzeugt davon, dass die jetzt geförderten Kinder durch diese besondere Unterstützung künftig auch größere Schulerfolge erzielen“, betont Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl.
So sei es für jedes Kind besser, länger frühgefördert als „im Eiltempo durch das Schulsystem geschleust - und dann in eine vielleicht trostlose Zukunft entlassen -zu werden“. Durch die Förderung in Kindergarten und Schule würden die Eingangsvoraussetzungen der Kinder angeglichen. Der positive Effekt: mehr individueller Erfolg und als Klasse ein höheres Leistungsniveau. Brandsteidl: „Die vorschulische Förderung inkl. der Umstiegsmöglichkeiten in die 1. Klasse bedeutet je nach individuellem Bedarf ein ‚gewonnenes’ und in keinem Fall ein ‚verlorenes Jahr’.
Pädagogische Eckpfeiler
Schwerpunkt der Vorschulpädagogik ist die Förderung in folgenden Bereichen:
- Sprache und Sprechen, Vorbereitung auf Lesen und Schreiben
- mathematische Früherziehung
- Sachbegegnung
- Verkehrserziehung
- Bildnerisches Gestalten und Werkerziehung
- Singen und Musizieren, Rhythmisch-musikalische Erziehung
- Werkerziehung
- Bewegung und Sport
Der Erwerb der Sprache erfolgt durch eine lebendige Methodik aus Sprechen und Hören. Die Gestaltung des Unterrichts basiert auf den konkreten Lebensrealitäten der Kinder – insbesondere werden alle SchülerInnen betreffende Themen wie Freunde, Familie, Schule etc. zum Inhalt genommen. Überdies wird eine besondere Förderung in der Muttersprache des Kindes angestrebt.
Oxonitsch und Brandsteidl abschließend: „Mit dem ‚1+1-Fördermodell’ hat Wien österreichweit eine Vorreiterrolle übernommen. Der Erfolg der Frühförderung in den Kindergärten lässt sich durch die vorliegenden Zahlen belegen. Die ab Herbst startende vorschulische Förderung in eigenen Vorschulklassen in der Volksschule hat die Erlangung der umfassenden Schulreife zum Ziel. Die mögliche Verlängerung der Volksschulzeit für diese Kinder auf insgesamt fünf Jahre bedeutet einen Riesenvorteil. Denn das zusätzliche Jahr mehr am Anfang erspart ihnen viele Probleme in ihrer weiteren Schullaufbahn und wird den Schul- und somit letztlich Lebenserfolg der Kinder klar verbessern.“